Was fressen DIE eigentlich?

DIE, die Bettwanzen, ernähren sich von Blut. Falls man also Bettwanzen füttern will/ muss, dann gibt man ihnen die Möglichkeit Blut zu saugen. Für gewöhnlich füttere ich „meine“ Bettwanzen nicht. Sie leben ohne eine einzige Blutmahlzeit ca. 6 – 12 Monate. Und selbst nach dieser langen Zeit können einzelne Individuen immer noch am Leben sein. Aushungern wird also schwierig.

Ich frage mich immer wieder, wenn mir Kunden Fotos ihrer vermeintlichen Bettwanzenstiche zeigen, wie wohl ein Bettwanzenstich aussieht? Leider kann man das nicht so genau sagen, da jeder Mensch anders reagiert. Von überhaupt keiner allergischen Reaktion bis hin zum anaphylaktischen Schock kann jede Facette der Reaktion vertreten sein. Wobei es selten zu lebensbedrohlichen Reaktionen kommt. Meist sind Bettwanzenstiche einfach nur lästig.

Im Januar habe ich es dann gewagt und meine Wanzen „gefüttert“, das fanden sie gut 😉 An der Innenseite meines Unterarms habe ich die Behälter mit den Wanzen angelegt und befestigt.

Bettwanzenbehälter am Unterarm befestigt. Ready for feed!

Dann habe ich den Bettwanzen 30 Minuten Zeit zum Saugen gegeben.

Im roten Kringel sieht man eine der fett gefressenen Bettwanzen.

Bettwanzen gehören zur Familie der Plattwanzen. Kurz nach einer Blutmahlzeit ist davon nichts mehr zu sehen. Für wenige Stunden sind die Wanzen nun prall gefüllt mit Blut.

Linker Unterarm direkt nach der Blutmahlzeit der Bettwanzen am 20.01.

Am 20.01. habe ich die Wanzen zu einer Blutmahlzeit am linken Unterarm angesetzt. Direkt danach sieht man die Einstiche als kleine rote Punkte. Zur Sicherheit habe ich die Stellen mit Kugelschreiber markiert.

Linker Unterarm am 22.01., zwei Tage nach dem Bettwanzenstich.

Bis zum 22.01. hat sich nichts getan. Man kann nur im Kringel unten links Stiche erahnen. Bei mir tritt kein Juckreiz auf und ohne die Kringel hätte ich die Stelle nur schwer wiedergefunden.

Linker Unterarm am 28.01., acht Tage nach dem Bettwanzenstich.

Am 28.01. war am Morgen noch nichts zu sehen. Am Abend konnte man deutliche Rötungen erkennen. Bis zum 28.01. hat sich nichts getan, weshalb es von der Zeit dazwischen auch keine Fotos gibt. Juckreiz tritt immer noch keiner auf, obwohl die Stiche genau unter dem Bund meines Pullis sitzen, wenn ich die Ärmel hochschiebe.

Linker Unterarm am 29.01., neun Tage nach dem Bettwanzenstich.

Immer noch nur optisch spektakulär, an einer ungünstigen Stelle hätte ich von dem Stich nichts mitbekommen, da ich keinen Juckreiz o.ä. hatte.

Linker Unterarm am 30.01., 10 Tage nach dem Bettwanzenstich.

So schnell wie die Rötung gekommen ist, war sie auch wieder weg. Am 30.01. ist die Rötung deutlich zurück gegangen und war am folgenden Tag kaum noch sichtbar. Davon gibt es auch keine Fotos, da man nichts sehen konnte. Eine Weile war noch ein leichter roter Punkt an den Einstichstellen, nach 15 Tagen war überhaupt nichts mehr zu sehen.

Wie anfangs schon erwähnt ist die Reaktion auf Bettwanzenstiche sehr individuell. Jeder Mensch reagiert anders. Was allerdings häufiger auftritt, ist die starke zeitliche Verzögerung der allergischen Reaktion. Meiner Meinung nach ist das einer der Erfolgsfaktoren von Bettwanzen. Bis man merkt, dass man gestochen wurde und dann noch einordnen kann von wem, sind die ersten Eier gelegt und womöglich die Larven geschlüpft. Ihr seht, Bettwanzen sind, wenn sie auch lästig sind, spannende Tiere!

Wenn Ihr Fragen zu Bettwanzen habt, schreibt sie einfach in die Kommentare oder mailt mir. Bald wird es auch den ersten Blogbeitrag zum Thema Hundetraining geben. Bis dahin wünsche ich euch eine bettwanzenfreie Zeit!

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